ARAMIS Technologie

Serienreif

Mit optischer 3D-Messtechnik durch den Leichtbauprozess

Mithilfe der optischen 3D-Messtechnik von GOM sind Forscher der TU Chemnitz in der Lage, Materialeigenschaften konkret zu beschreiben, Herstellungsverfahren zu optimieren und für jede industrielle Anwendung ein passgenaues Leichtbauteil zu entwickeln. Davon profitiert u. a. der Automobilbauer BMW.

3D-Testing-System ARAMIS prüft Belastungsgrenzen
Am Beispiel der BMW 7er-Serie haben die Chemnitzer Forscher einen Technologiedemonstrator eines Dachspriegels aus faserverstärkten Thermoplasten gestaltet, der gegenüber dem duroplastischen Serienbauteil für die wirtschaftliche Großserienfertigung geeignet ist. Die Untersuchung der Belastungsgrenzen erfolgte an Materialproben mithilfe von Zug-, Druck- und Schubbelastungen in einem für Automobilanwendungen typischen Temperaturbereich von -30 °C bis +85 °C.

Immer mit von der Partie: der hochpräzise Messsensor ARAMIS von GOM. Mit bis zu 2.000 Bildern pro Sekunde erfasst das Stereokamerasystem während des Versuchs das Verhalten des Materials und liefert Informationen zu 3D-Verschiebungen, -Geschwindigkeiten und -Beschleunigungen sowie Oberflächendehnungen. Dabei bietet das Messsystem sowohl flächenhafte als auch punktuelle Analysemöglichkeiten.

Mit ARAMIS können wir Objekte jeder Größe und Geometrie testen. Analysiert haben wir u. a. Seitenaufprallträger, Instrumententafelträger, ein Snowboard und natürlich auch den besagten Dachspriegel für den BMW der 7er-Serie.

Norbert Schramm, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Chemnitz

Flexibles Messfeld, jede Geometrie, beliebiger Einsatzort
Doch nicht nur zur Bestimmung von Materialkennwerten wird ARAMIS benötigt. Die Chemnitzer holen den mobilen Verformungs- und Bewegungssensor auch zum Prüfstand, wenn es an die Strukturtests der gestalteten Leichtbaukomponenten geht. Hier kommt den Wissenschaftlern das flexible Messfeld des Systems zugute.

Form- und Maßanalyse mit 3D-Scanner ATOS
Ein weiteres Puzzleteil im Leichtbauprozess ist die 3D-Form- und Maßanalyse der gefertigten Komponenten und Werkzeuge. Zur Überprüfung der Produktionsqualität setzt die TU Chemnitz auf den optischen 3D-Scanner ATOS von GOM, der im Gegensatz zu punktuell messenden taktilen Systemen eine präzise vollflächige Objektdigitalisierung ermöglicht.

Norbert Schramm (rechts im Bild) präsentiert einen vom MERGE-Team entwickelten Seitenaufprallträger in Leichtbauweise. Die angespritzte Rippenstruktur erhöht dessen Steifigkeit.

Sie interessieren sich für mehr Details?
Dann lesen Sie den ausführlichen Anwenderbericht.
www.gom.com

Erfahren Sie mehr zur ARAMIS Technologie
https://www.gom.com/de/messsysteme/aramis.html

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