ATOS Core

Optische 3D-Messtechnik im 3D-Metalldruck

Der optische 3D-Scanner ATOS Core für Qualitätskontrolle und Reverse Engineering

Der ATOS Core wird für die dreidimensionale Vermessung kleiner und mittlerer Objekte wie Keramikkerne, Guss- oder Kunststoffteile eingesetzt. Der Sensor bildet gleichzeitig die Basis für verschiedene Messaufgaben – vom einfachen 3D-Scannen bis hin zu vollautomatisierten Mess- und Inspektionsprozessen.

In Zusammenarbeit mit der Rolf Lenk Werkzeug- und Maschinenbau GmbH wird der optische 3D-Scanner ATOS Core im Bereich Additive Fertigung eingesetzt. Der Werkzeug- und Maschinenbauer mit Sitz in Ahrensburg bei Hamburg zählt auch den 3D-Druck zu seinen Kompetenzfeldern. Der 3D-Scanner wurde für die Vermessung eines Steuergehäusedeckels eines 1967er Cadillac Eldorado eingesetzt, der im 3D-Druckverfahren hergestellt wurde.

Die genaue Einhaltung geometrischer Abmessungen spielt bei der Bauteilherstellung mittels 3D-Druck eine große Rolle. Das heißt: Dem Verzug und der Schrumpfung, die durch das additive Fertigungsverfahren herstellungsbedingt gegeben sind, muss entgegengewirkt werden. Ein wichtiger Punkt dabei ist die optische Geometrieerfassung. Sie erlaubt eine schnelle und exakte Prüfung evtl. vorhandener Abweichungen. Während des Herstellungsprozesses müssen die Parameterschwankungen also genau erfasst werden. Bei der 3D-Herstellung des Steuergehäusedeckels bei Rolf Lenk hat der Einsatz der GOM Technik dazu beigetragen, dass dieser originalgetreu nachgebaut werden konnte. Geometrieabweichungen im Prozess konnten erkannt und korrigiert werden.

Mithilfe der optischen Messtechnik sind Unternehmen in der Lage, die komplette Prozesskette der additiven Fertigung zu unterstützen. Dies beginnt bei der Geometrieerfassung des Bauteils, geht weiter über die Erfassung der Abweichungen durch Verzug und Schrumpfung bis hin zur Ergebniskontrolle des fertigen Bauteils. Gegenüber herkömmlicher Messtechnik bietet die optische Messwerterfassung zudem besondere Vorteile beim Messen komplexer Geometrien. So sind speziell bei Freiformflächen Abweichungen jeder Form sehr schnell erkennbar.

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